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"Schokolade und Wein – kann das denn sein?", mögen manche stirnrunzelnd gedacht haben, als sie das erste Mal von der Degustationsbox der Confiserie Klein hörten. Während einige verständnislos mit dem Kopf schüttelten, schien unser wahrhaftig außergewöhnliches Angebot viele unserer aufgeschlossenen Kunden neugierig gemacht zu haben. Dass wir auch bei Ihnen ein Interesse an der Schokoladen-Wein-Degustation wecken konnten, freut uns außerordentlich.
Schokolade und Wein – kann das denn sein? Vorneweg gesagt – ja, es kann – wenngleich Sie bei der gemeinsamen Verkostung von Schokolade und Wein einige Grundregeln beachten sollten! Aber lassen Sie uns von vorne beginnen!
Etwa 600 n. Chr. waren es die Maya, die auf der Halbinsel Yucatán erstmals Kakao – die Grundlage der Schokolade – anpflanzten. Später verwendeten die Azteken die Kakaobohnen unter anderem für die Zubereitung eines Getränkes, das sie Xocolatl nannten – einen sehr frühen Vorläufer der heutigen Trinkschokolade. Nachdem Hernán Cortez den Kakao erstmals 1528 n. Chr. nach Europa brachte, konnte man sich auch am spanischen Hof an einer Trinkschokolade erfreuen, die statt mit Wasser und Chili nun mit Milch und Honig bzw. Rohrzucker hergestellt wurde. Schon anhand dieser wenigen Beispiele können Sie leicht erkennen, dass die Geschichte des Schokoladengenusses eine sehr alte ist. Auch der Wein zählt unangefochten zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. So wurden beispielsweise am Schwarzen Meer Trinkgefäße gefunden, die noch Überreste von Traubenkernen enthielten. Archäologen untersuchten diese Fundstücke und schätzen deren Alter auf etwa 6000 Jahre. Schriftlich erwähnt wurde Wein erstmals im Gesetzbuch des babylonischen Königs Hammurapi, der von 1728 v. Chr. bis 1686 v. Chr. lebte. Und auch in der Bibel finden sich Ausführungen, die den Wein als Gabe Gottes beschreiben - sogar auf dessen Freuden aber auch Gefahren eingehen. Der Genuss von Schokolade und der Genuss von Wein sind also beides Traditionen, deren Anfänge weit in der Vergangenheit liegen. Wäre es nicht schon deshalb einmal reizvoll, beides zu verbinden? Wir meinen – ja, unbedingt! Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Schokolade und Wein sind Kakaobohnen und Weintrauben. Ein sorgfältiger und umsichtiger Anbau schlägt sich hierbei unmittelbar auf die Qualität dieser Naturprodukte nieder. Je höher die Qualität der Rohstoffe ist, desto mehr Aromen können sich während der Veredelungsprozesse entwickeln – Aromen, die Sie mit einiger Übung bei beiden Endprodukten, der Schokolade und dem Wein, gleichermaßen entdecken können. So lässt sich beispielsweise bei der Verkostung von Schokolade oft eine herbe Aromanote feststellen, ebenso oder so ähnlich beim Wein. Umgekehrt lassen sich bei manchen Weinen Aromen von Schokolade erschnuppern und erschmecken. In besonderen Fällen kann die gemeinsame Degustation von Schokolade und Wein zu einem wahrhaftigen Geschmacksfeuerwerk führen, wenn die Aromen der Schokolade und die des Weines in perfekter Kombination zusammenspielen.
Wie viele Dinge im Leben sollte auch das gemeinsame Verkosten von Schokolade und Wein einen angemessenen Rahmen erhalten. Wäre es nicht einmal wieder schön, liebe Freunde zu einem stilvollen Abendessen einzuladen? Und könnte es nicht einmal reizvoll sein, hierbei auf ein klassisches Dessert zu verzichten und stattdessen eine gemeinsame Schokoladen-Wein-Degustation einzuplanen?
Der Handel bietet heute eine Vielzahl von Schokoladen und Weinen an. Aber welche eignen sich nun für eine gemeinsame Verkostung? Lassen Sie uns vorneweg kurz anmerken, dass es sich bei der Verkostung immer um eine sehr subjektive Angelegenheit handelt. Die Regeln und Tipps, die wir Ihnen nachfolgend an die Hand geben, können aber müssen Sie nicht beachten. Vermutlich wird es auch Meinungen anderer geben, die konträr zu unseren stehen. Vertrauen Sie einfach auf Ihren Geschmack und lassen Sie sich durch ihn leiten! Erlaubt ist, was gefällt!
Überlegen Sie zunächst, wie viele Schokoladen Sie verkosten möchten. Gestatten Sie uns hierbei gleich einen Hinweis: Ab der fünften Sorte wird der Geschmackssinn auf eine harte Probe gestellt – dies können wir aus eigener Erfahrung berichten. Wir empfehlen Ihnen daher, sich auf zwei bis vier Schokoladen festzulegen.
 |  |  |  |  | | Bezeichnung |  | Bild |  | Aktion |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Franken Nr. 1 "Rio Caribe 67% & 1224" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Franken Nr. 2 "Rio Caribe 75% & 1224" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Franken Nr. 3 "85% & Cuvée C" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 1 "Madagascar 75% & Merlot" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 2 "Équateur 75% & Shiraz" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 3 "Jamaique 75 % & Frontier" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 4 "Côte d´Ivoire 75% & Estate Cabernet Sauvignon" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 5 "Chuao 75% & Estate Shiraz" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 1er Nr. 6 "Puerto Cabello 75% & Estate" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 3er Nr. 1 "Bonnat 75% & Guardian Peak" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 3er Nr. 2 "Domori 70% & Guardian Peak" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 3er Nr. 3 "Bonnat 75% & Rust-en-Vrede" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Wein 3er Nr. 4 "Domori 70% & Rust-en-Vrede" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Sekt 1er Nr. 1 "Lait 40% & Sekt Brut" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Frizzante 1er Nr. 1 "Surabaya 65% & Fraenzi" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Frizzante 1er Nr. 2 "Schwarzbeere-Himbeere 55% & Lambrusco" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Schokolade & Frizzante 1er Nr. 4 "Saveurs & Nature Cranberry & Marzemino" |  |  |  | Details |  |  | | Degustationsbox Nougat & Frizzante 1er Nr. 1 "Nougat de Montelimar Orange & Apfel-Rose-Secco" |  |  |  | Details |
|  |  |  |  |  |  | Sie kennen nun zwar die Anzahl der Sorten, die Sie verkosten möchten, wissen jedoch immer noch nicht, welche Typen von Schokolade hierfür die richtigen sind. Da Sie während Ihrer Schokoladen-Wein-Degustation hauptsächlich die Aromen des Kakaos und die des Weines sowohl einzeln als auch im Zusammenspiel wahrnehmen möchten, empfehlen wir Ihnen, nur reine Schokoladen auszuwählen. Gefüllte Schokoladen oder Schokoladen, denen beispielsweise Nüsse oder Aromen zugesetzt wurden, sind nach unserer Erfahrung weniger geeignet. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie ausschließlich qualitativ hochwertige Schokoladen auswählen. Dies können zum Beispiel Schokoladen sein, die aus dem Kakao eines Anbaugebietes, aus dem Kakao eines Jahrganges oder aus dem Kakao einer besonderen Sorte hergestellt wurden. Des Weiteren sollten Sie sich bei Ihrer Auswahl ebenfalls am Kakaoanteil der Schokoladen orientieren. Dieser ist schließlich auch für die Festlegung des passenden Weintyps maßgebend. Generell gilt: Zu hellen Schokoladen - also zu Schokoladen mit einem geringen Kakaoanteil - passen vor allem trockene sowie süße Weißweine. Dunkle Schokoladen, die einen hohen Kakaoanteil besitzen, lassen sich hervorragend zusammen mit trockenen, im Barrique angebauten Rotweinen verkosten. Aber auch Port- und Süßweine zählen hier zu den möglichen Begleitern. „Aber wo genau ziehe ich nun die Grenzen? Passt zu meinem trockenen Barrique-Rotwein auch eine Schokolade mit einem Kakaoanteil von nur 46 Prozent?“ Zugegeben - dies ist eine wirklich schwierige Angelegenheit. Nach unserer Erfahrung kann man keine eindeutigen Grenzen ziehen. So gibt es beispielsweise 46-prozentige Schokoladen, die einen kräftigeren Geschmack aufweisen als so manche 60-prozentigen. Ausschlaggebend ist wie so oft die Qualität der zugrunde liegenden Rohstoffe. Hier heißt es wirklich: "Probieren geht über Studieren!" Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang kurz auf die weiße Schokolade eingehen. Der Kakaoanteil dieses Schokoladentyps kann zwar in Einzelfällen bis zu 30 Prozent betragen. Jedoch wird bei der Herstellung weißer Schokolade nur das Fett des Kakaos, die Kakaobutter, verarbeitet. Es fehlen die Bestandteile, die der Schokolade das typisch kräftige Kakaoaroma und die typisch braune Farbe verleihen. Wir meinen, dass Schokoladen dieses Typs eher weniger für die kombinierte Verkostung mit Wein geeignet sind – auch wenn es Zeitgenossen gibt, die zur weißen Schokolade Sekt und Champagner empfehlen. Aber vielleicht probieren Sie diese Kombination einfach einmal aus und urteilen selbst. Wenn Sie bei der Auswahl der Weine die nachfolgenden Regeln beachten, wird Ihre Schokoladen-Wein-Degustation mit Sicherheit zu einem außergewöhnlichen Erlebnis: Wählen Sie ausschließlich qualitativ hochwertige Weine mit einem geringen Säuregehalt aus. Auch sollten Sie gerbstoffharte Weine von Ihrer Einkaufsliste streichen. Je höher die Kakaoanteile Ihrer ausgesuchten Schokoladen sind, desto höher sollten auch die Alkohol- und Restzuckergehalte der dazu passenden Weine sein. Konfrontieren Sie doch auch einmal Ihren Weinhändler mit diesen Angaben und lassen Sie sich von ihm eine Auswahl an potenziellen Weinen vorschlagen. Wir waren uns lange unsicher, ob wir den nachfolgenden Passus in diesen Text aufnehmen können, ohne Sie hierbei im vornherein zu beeinflussen. Letztendlich empfanden wir es jedoch als unsere Aufgabe, unsere Erfahrung an Sie weiterzugeben. Anlass für unsere Zweifel war, dass uns die gemeinsame Verkostung von sehr hellen Schokoladen und Weißweinen nicht wirklich überzeugt hatte. Der in den Schokoladen diesen Typs reichlich enthaltene Zucker hatte nach unserem Geschmack zu sehr die darin enthaltenen, ohnehin wenigen Kakaoaromen überdeckt. Von einem perfekten Zusammenspiel der Aromen von Schokolade und Wein hatten wir sehr wenig wahrgenommen. Diese Erfahrung veranlasste uns auch, statt Schokoladen-Wein-Seminaren zukünftig nur noch Schokoladen-Rotwein-Seminare anzubieten. Während dieser Veranstaltungen verkosten wir mit unseren Kunden nun ausschließlich dunkle Schokoladen mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent sowie dazu passende, qualitativ hochwertige Rotweine.
Indem Sie beispielsweise mit lieben Freunden zu Abend essen und das übliche Dessert durch eine Schokoladen-Wein-Degustation ersetzen, geben Sie dieser bereits einen passenden Rahmen. Neben einem passenden Rahmen ist jedoch auch noch eine passende Atmosphäre wichtig. Entsprechend Ihrer Möglichkeiten könnte diese in etwa so aussehen:
Sind Sie der glückliche Besitzer eines Gartens oder einer schönen Terrasse? Eine Degustation an einem lauen Sommerabend würde bei Ihren Gästen sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass die Teilnehmer während der Degustation bequem und entspannt sitzen. Auch wenn Kerzenschein allein sehr romantisch ist, sollten Sie sich um eine ausreichende Beleuchtung kümmern. Nur so ist die optische Bewertung der Schokolade und des Weines möglich. Wenn Sie trotzdem noch Kerzen aufstellen möchten – dann aber bitte keinesfalls Duftkerzen. Die großartigen Blumensträuße, die Sie von Ihren Gästen erhalten haben, sind zwar schön anzusehen, könnten mit Ihrem Duft jedoch ebenfalls die geruchliche Bewertung von Schokolade und Wein erschweren. Hinaus damit – natürlich nur mit Begründung und nur während der Verkostung! Andernfalls könnte Ihr Vorgehen den Gästen „stinken“, was auf eine ganz andere Weise störend wäre.
Dezente Musik im Hintergrund ist gut für die Stimmung Ihrer Gäste. Zu laute Musik macht es ihnen jedoch unmöglich, die Geräusche zu bewerten, die beim Abbrechen und Abbeißen der Schokolade entstehen. Süße Getränke mit viel Eis, die Sie zwischen den „Gängen“ Ihrer Schokoladen-Wein-Verkostung servieren würden, wären vermutlich erfrischend – hätten jedoch auch einen sehr starken Einfluss auf das Geschmacksempfinden Ihrer Gäste. Ein einfaches, stilles Wasser ist in diesem Fall der ideale Begleiter. Sie merken schon – die Gestaltung der passenden Atmosphäre richtet sich stark danach, welchen Einfluss sie auf die Wahrnehmung der Degustationsteilnehmer hat. Alle fünf Sinne – das Sehen, das Fühlen, das Hören, das Riechen und das Schmecken – sollten während der Verkostung ungehindert zum Einsatz kommen können.
Bevor Sie mit der eigentlichen Verkostung beginnen können, müssen Sie Ihre ausgewählten Schokoladen und Weine noch angemessen temperieren. Während die Schokoladen idealerweise bei einer Temperatur von 14 °C bis 18 °C gelagert werden, sollte ihre Temperatur bei der Degustation etwa 20 °C betragen. Bei den Weinen sollten Sie folgende Temperaturempfehlungen berücksichtigen: - Leichter, lieblicher Weißwein: 5 °C bis 10 °C - Leichter, trockener Weißwein: 8 °C bis 12 °C - Mittelschwerer Weißwein: 10 °C bis 12 °C - Voller, süßer Weißwein: 8 °C bis 12 °C - Voller, trockener Weißwein: 12 °C bis 16 °C - Leichter Rotwein: 10 °C bis 12 °C - Mittelschwerer Rotwein: 14 °C bis 17 °C - Voller oder tanninreicher Rotwein: 15 °C bis 18 °C In der Regel empfehlen wir unseren Kunden, die Weine eher ein bisschen zu warm als zu kalt zu verkosten. Wir begründen dies damit, dass die Aromen bei etwas höher temperierten Weinen besser wahrgenommen werden können. Sie sollten sich daher eher an den höheren Temperaturangaben orientieren.
Jetzt wird es aber Zeit, dass wir mit der eigentlichen Verkostung beginnen. Nehmen Sie zunächst die optische Bewertung des Weines vor. Was können Sie zu seiner Klarheit feststellen? Ist diese strahlend, klar oder transparent? Besitzt Ihr Wein eine blasse, mittlere oder vielleicht eine intensive Farbtiefe?
Nehmen Sie sich jetzt ein Stück Schokolade. Dieses sollte mindestens so groß sein, damit sie es später vor Ihren Ohren nochmals in zwei Teile brechen können. Betrachten Sie nun zunächst die Farbe der Schokolade. Ist sie fast schwarz, dunkelbraun, braun oder hellbraun? Je dunkler die Schokolade ist, desto höher ist in der Regel ihr Kakaoanteil. Richten Sie nun Ihr Augenmerk auf die Struktur der Schokolade. Was sehen Sie? Ist sie einheitlich oder eher fleckig? Die Struktur qualitativ hochwertiger Schokoladen sollte einheitlich sein. Wie sieht es mit ihrem Glanz aus? Ist sie hochglänzend, mattglänzend oder matt?
Fahren Sie fort mit der akustischen Bewertung der Schokolade. Halten Sie sich hierfür das Stück Schokolade an Ihr Ohr während Sie es in zwei Teile brechen. Haben Sie ein sehr klares, ein klares oder mehr ein dumpfes Geräusch wahrgenommen? Qualitativ hochwertige Schokoladen verursachen beim Brechen ein sehr klares Knackgeräusch.
Nehmen Sie nun nochmals eine optische Bewertung Ihrer Schokolade vor. Die Bruchkanten sollten sauber und ohne Krümel sein.
Nun kommt Ihr Tastsinn zum Einsatz. Wie fühlt sich die Oberfläche der Schokolade an? Ist sie glatt oder rauh? Ist sie weich oder fest?
Riechen Sie nun an Ihrem Wein. Wie empfinden Sie den Geruch des Weines? Ist er sehr intensiv, intensiv oder vielleicht nur wenig intensiv? Welche Aromanoten können Sie feststellen? Fruchtige, blumige, würzige, herbe, holzige, erdige oder vielleicht auch schokoladige?
Bewerten Sie jetzt den Geruch Ihrer Schokolade. Schließen Sie hierzu am besten Ihre Augen und konzentrieren Sie sich ganz auf den Geruch. Ist dieser sehr intensiv, intensiv oder wenig intensiv? Wie stark können Sie zum Beispiel kakaosäuerliche, schokoladige, herbe, milchige, karamellige, vanillige, fruchtige, würzige, erdige oder holzige Aromanoten feststellen? Oder assoziieren Sie mit dem wahrgenommenen Geruch vielleicht Lakritze, Malz, Tabak oder Leder? Wenn Sie mehr als eine Aromanote wahrnehmen – was können Sie dann zur Ausgewogenheit der Aromen sagen? Sind diese sehr ausgewogen oder ist irgendein Aroma zu dominant? Fühlen Sie sich überfordert? Seien Sie unbesorgt, wenn Sie zunächst keine oder nur wenige Aromanoten erkennen. Mit jeder weiteren Verkostung schärfen Sie Ihre Wahrnehmung. Übung macht den Meister!
Probieren Sie jetzt ein Schlückchen Ihres Weines. Wie bewerten Sie seine Süße, seinen Säuregehalt, seinen Tanningehalt und seinen Körper? Können Sie Aromanoten erkennen, die Sie bereits bei der geruchlichen Bewertung festgestellt haben? Was können Sie zur Intensität der wahrgenommenen Aromanoten sagen? Wie lange halten die Aromanoten an, nachdem Sie sie wahrgenommen haben? Wie bewerten Sie den Alkoholgehalt Ihres Weines? Probieren Sie ruhig ein weiteres Schlückchen.
Beißen Sie unmittelbar nachdem Sie das weitere Schlückchen Wein geschluckt haben ein kleines Stück von Ihrer Schokolade ab. Konzentrieren Sie sich auf das Geräusch, das hierbei entsteht. Haben Sie ein hartes Knacken oder eher ein sandiges Knirschen wahrgenommen? Qualitativ hochwertige Schokoladen sollte einen deutlichen Knacklaut von sich geben.
Bevor Sie Ihre Konzentration auf den Geschmack der Schokolade richten, müssen Sie noch eine kurze haptische Bewertung durchführen. Wie fühlt sich die Schokolade in Ihrem Mund an? Ist sie zartschmelzend oder eher nicht. Fühlt sie sich angenehm cremig an, fühlt sie sich glatt oder eher unangenehm belegend an?
Sollte seit Ihrem letzten Schlückchen Wein einige Zeit vergangen sein, empfehlen wir Ihnen, nochmals ein kleines Schlückchen zu genießen und im Anschluss daran wieder ein kleines Stück Ihrer Schokolade in den Mund zu nehmen. Während die Schokolade langsam in Ihrem Mund zergeht, kann es zu dem anfangs erwähnten Geschmacksfeuerwerk kommen. Zunächst dominieren noch die Aromanoten des Weines. Dann – von Sekunde zu Sekunde – vermischen sich die Aromen des Weines mit denen der Schokolade. Manche Aromanoten spielen hierbei perfekt zusammen und verhelfen Ihnen zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Langsam nehmen Sie nur noch die Aromen der Schokolade wahr. Merken Sie, wie ähnlich sich die Aromawelten des Weines und der Schokolade sind?
Abschließend sollten Sie nicht vergessen, sich ausführlich mit der geschmacklichen Bewertung der Schokolade zu befassen. Nehmen Sie hierzu nochmals ein kleines Stück Schokolade in den Mund. Nehmen Sie statt einem Schlückchen Wein vorher einen Schluck Wasser zu sich. Wie auch schon bei der geruchlichen Bewertung, gilt es jetzt die Intensität des Geschmacks festzustellen. Ist der Geschmack sehr intensiv oder eher nicht? Erkennen Sie Aromanoten, die Sie auch schon bei der geruchlichen Bewertung wahrgenommen haben? Gibt es zu dominante Aromanoten oder würden Sie den Geschmack eher als ausgewogen beurteilen? Wie lange hält der Geschmack an?
Haben wir Sie mit der Schokoladen-Wein-Degustation im wahrsten Sinne des Wortes auf den Geschmack gebracht? Können Sie unsere Erfahrungen ganz, teilweise oder gar nicht bestätigen? Über Ihr Feedback würden wir uns sehr freuen. Schicken Sie Ihre E-Post einfach an kontakt@confiserieklein.com.
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